Prenez vos responsabilités, vous aussi – Sans minimiser vos captures

Autumn session by Wladi

Der See

Mich hat es für zwei Nächte an einen 28 Hektar See verschlagen. Nachts mit bis zu minus 5 Grad Außentemperatur hielten mich trotz ausgefallener Zeltheizung nicht davon ab, eine insgesamt geile Zeit am Wasser zu verbringen.
Der Gewässergrund ist in meinem Bereich sehr stark mit Kraut bewachsen, das teilweise bis kurz vor die Wasseroberfläche ragt. Mit dem Echolot fand ich zwei Fraß Löcher. Eins auf 5m mit relativ harten Kiesboden und dass andere auf 4m, mit einem etwas weicheren schlammigen Untergrund.
Dass Wasser hatte 7 Grad, und die Fresslaune der Fische war wohl gleich Null.
 

Taktik

Meine Strategie stand somit fest! Wenig Futter, möglichst attraktiv gestalten und punktuell zum Hakenköder werfen. Auf ein PVA-Sack, konnte ich durch meine Treffkünste auch nicht verzichten - immer auf Nummer Sicher lautet hier die Devise!
Meine Montage hielt ich dabei ganz einfach: Aus weichem Vorfachmaterial bindetete ich mir ein einfaches Haar-Rig, mit Line Aligner am 4er Haken, nicht mehr und nicht weniger.
An dass Haar kam dann ein zwanziger Natural Beast Boilie und ein Fake-Mais als Eyecatcher.
 

Futter-Mix

Ich packte mir einen kleinen Eimer, schüttete ein Teil vom Ready-Partikelmix hinein und dann kam das Feintuning!
Natural Beast Liquid, Ready-Seidenraupen, Ready-Süsswasserschrimps und den Natural Beast Stickmix fügte ich dem ganzen hinzu. Zum Schluss zerbröselte ich noch einige Natural Beast Boilies und halbierte noch ein paar. 1kg Futter waren bereit für den Einsatz!

Erste Nacht

Ruhe! Und zu allem übel fällt mir auch noch die Zeltheizung aus. Besser gesagt ich hab eine fast leere Gasflasche mitgenommen - selber Schuld!
Wie auch immer, dann mach ich mir eben nen warmen Kaffee... Wasser vergessen!
So läuft dass eben mal, wenn man sich Kopfüber in ein Abenteuer stürzt.
Zum Glück hatte ich mir noch Eiskaffee in der Tanke geholt, einmal warm gemacht - läuft!
Den Rest der Nacht verbrachte ich im kuschligen Bett und schlief trotz allem wirklich angenehm. Bis zum morgen durch...
 

Denkphase

Der Tag begann für mich mit dem zweiten heiß erwärmten Eiskaffee aus der Tanke. Wie kann ein Morgen besser starten? Genau - mit einer Karpfenperle! Die hatte ich nicht...
Ich überlegte und hatte einige Alternativen - letztenendes folgte ich doch meiner Intuition.
Also los, Spots abchecken!
Der Köder fing durch dass kalte Wasser jetzt erst an so richtig zu arbeiten, so beschloss ich ihn nicht zu wechseln, sondern nur einen neuen PVA-Sack drann zu hängen, diesmal nur mit Seidenraupen und ein wenig Dip. An beiden Ruten, dass selbe Spiel. Eine Hand von meinem übrig gebliebenen Mix kamen jeweils auch noch hinterher - den Rest überlasse ich der Nacht! Ich rechnete erst nach zwei Uhr Nachts mit einem Biss, so ist hier bisher meine Erfahrung und auch die der anderen. Beissfrequenzen zwischen 2 und 7 Uhr.
Mein Schwesterherz brachte mir in der Zwischenzeit Wasser vorbei, ich liebe dich!
 

Zweite Nacht

Ein warmes Süppchen wiegte mich in den Schlaf und ich hoffte jeden Moment auf den ersehnten run. Raus in die Eis Nacht! Angeln!
Doch der Fisch ließ sich Zeit...
 

Der frühe Boilie fängt den Carpi

06:50 Uhr, zwei bis drei pieper und ruhe. Fallbiss auf dem 4m Spot! Da hängt einer!
Dass Risiko ihn in dem Krautsalat zu verlieren ist mir an dieser Stelle zu hoch, deswegen ab aufs Boot!
Kein Kampf - der kleine Bursche hockte sich im Kraut ab und wartete auf mich. Vielleicht war ihm mein 100g Blei zu schwer? Egal! Ich wurde belohnt. Dass ist alles was ich in diesem Moment wollte. Danke!
Diese kleine Perle hat mir ein lächeln ins Gesicht gezaubert. Genau dass ist der Zauber den ich jedem wünsche!
 
 
Vielen Dank für dass lesen und haltet euch zu der Jahreszeit schön warm, Freunde!
 
Euer Wladi!